Donnerstag, 20. September 2012

Madrid, 12.-15.9.

Um halb neun fährt der Zug von Irun nach Madrid! Anfangs sind wir überrascht, wie sauber der neue Alvia-Zug ist, der mit Kopfhöreranschluss, Steckdose und Fernseher ausgestattet ist. Eigentlich schade, dass wir nur 5 Stunden zu fahren haben... Mittlerweile wissen wir, dass die spanischen Züge einen hohen Komfort bieten, sie fahren halt nicht oft! Wir finden sehr schnell ein gutes Hostel direkt im Zentrum. Vor Ort erfahren wir von einer "free walking tour", die um 5 Uhr beginnt! Kurz frisch gemacht, starten wir vom Plaza del Sol. Maria führt uns ganze 3 Stunden zum Palast, durchs Studentenviertel, über den Plaza Mayor und bringt uns die Kultur des Flamenco näher, indem sie uns ein kleines Ständchen miten auf der Straße präsentiert! Etwas erschöpft nach der sehr interessanten und historischen Führung gehen wir Tapas essen!

Tag 2 in Madrid beginnen wir mit einer Audioguide-Führung im königlichen "Palacio Real", der durch französischen Einfluss erbaut wurde und 2.000 Räume aufweist. Danach entspannen wir im Stadtteil-großen Retiro-Park. Abends spazieren wir noch einmal zum Palast, der sehr schön beleuchtet ist!

An unserem letzten Tag in Spaniens feierfreudiger Hauptstadt nehmen wir an einer Führung in Spaniens größter Stierkampfarena teil, die daraus besteht, dass wir 45 min einem Audioguide zuhören...Trotzdem war es ein tolles Erlebnis. Nach ein paar Tapas-Häppchen kaufen wir am Bahnhof die Reservierungen für die Weiterfahrt, da es am nächsten Tag wieder früh los geht. Unser Abendessen besteht aus 6 hervorragenden Boccadillo-Brötchen, die wir uns beim spanischen Mc Donalds mitnehmen und in einem lauschigen Garten verzehren - sehr zu empfehlen :-) Nach langem Suchen haben wir endlich Espandrillas gefunden und gekauft - jetzt können wir schon fast als echte Spanier durchgehen - "Ole!"

vor dem Palacio Real!

Von hier werden alle Entfernungen in Spanien angegeben!
 
Lisi versucht sich sportlich mit einer "Fahne" am Paseo de Cuba!
 
Brunnen im Retiro Park

ein weiteres schönes Gebäude in Madrid

 
Die Stierkampfarena von außen...

...und von innen!


Der Koch/Essbereich im gemütlichen Hostel!

Eines unser kitschigsten Sommerfotos =)

Bisherige Distanz: 2.789 km

Dienstag, 11. September 2012

Irun, 10.-12.9.

Hurra, Spanien, wir kommen!
Jetzt sind wir endlich in Spanien angekommen. Die Zugfahrt von Bordeaux nach Irun verging schnell. Es waren auch nur 3 Stunden, noch dazu um 8:36 und in einem Nachtzug, also hat Richi 1,5 Stunden geschlafen und ich habe Musik gehört und Tagebuch geschrieben! Nebenbei: die Reservierung für den Zug hat uns nur 1,50 pro Person gekostet - da kostet ja die Arbeitszeit, die wir am Schalter waren mehr Zeit :-)

Na jedenfalls haben wir wieder ein nettes Hotel mitten im Zentrum gefunden. Schon am Bahnhof packt Richi mit seinem Schulspanisch aus, mit dem er mich so überrascht, dass mir nicht mehr mal "gracias, adios" einfällt! Am ersten Nachmittag sind wir durch das nicht allzu aufregende Städtchen spaziert und haben während der Siesta, die von 13-16 in jedem Geschäft strikt eingehalten wird, in einem Park gepicknickt. Erst ab 17 Uhr sieht man wieder Menschen auf der Straße, wir decken uns mit frischem Obst und Gemüse ein und gehen erst ab 20:30 etwas essen, so wie es sich für Spanier gehört.

Heute haben wir beschlossen, einen gemütlichen Tag einzulegen, bevor es morgen in die Metropole Madrid weiter geht. Also waren wir im nahegelegenen Naturreservat "Plaiaundi" und haben die vielen dort lebenden Vogelarten beobachtet. Jetzt noch ein gemütliches Abendessen, einpacken und früh ins Bett, weil es morgen schon früh los geht!

Ankunft in Irun!

Schmiedeeiserne Balkongitter
 
Wäsche waschen, damit in Madrid alles wieder sauber ist ;)

einer von vielen Salamandern!

Vögel beobachten im Naturreservat!
 Bisherige Distanz: 2.319 km

Bordeaux, 8.-10.9.

Nach einem französischen Frühstück im Cafehaus mit Panini, Croissant und heißer Chocolat fahren wir mit dem Zug 3 Stunden nach Bordeaux. Richi ist ein bissl grantig während der Fahrt, weil wir einen Zuschlag von 18€ pro Person für die Reservierung zahlen mussten. Bis wir endlich in Bordeaux im Hotel sind, ist es dann schon 5 Uhr. Abends schlendern wir auf der Suche nach einem preiswerten, aber doch frz. Lokal durch die Stadt. Gelandet sind wir schließlich in einem Irish Pub, das hervorragende Flammkuchen und Welsh angeboten hat. Das letztere besteht aus einer Scheibe Toastbrot mit Schinken und Senf. Das ganze in einer Auflaufform und mit min. 300 g Cheddar Käse überbacken, ähnlich einem Käsefondue! Jeder kann sich also vorstellen, was es für ein "leichtes" Abendessen war :-D

Und jetzt können wir guten Gewissens sagen, dass uns kein Wein schmeckt, denn nicht einmal in Bordeaux ist er für uns genießbar! Am Weg zum Hostel erwacht die Stadt erst zum (Nacht-) leben: ein Star Wars- Flashmob vor der Kirche und zwei Ecken weiter spielen Studenten in einer 10-köpfigen Brass-Band vor einem Lokal! Nach einer weniger erholsamen, weil schwülen Nacht auf Schaumstoffmatratzen machen wir uns um 8:50 gemeinsam mit den Einheimischen auf den Weg nach Arcachon, um einen Chill-out-Tag am Strand zu verbringen. Das gelingt uns auch gut, obwohl am Sonntag keine Busse fahren... Trotz Eincremen hat das lange Sandspielen seine Spuren in Form eines leichten Sonnenbrandes hinterlassen, der dank guter Schmierung 2 Tage später zu einer knackigen Bräune geworden ist! Müde und erholt zugleich kommen wir abends nach Bordeaux zurück!

Aussicht aus dem Zug!

Wasserspielplatz für Groß und Klein!

Star Wars-Flashmob vor der Kirche!

"ausgenommen Radfahrer"

Ausflug an den Strand in Arcachon

Vorlage fürs Disney-Schloss!
Bisherige Distanz: 2.102 km

Freitag, 7. September 2012

Carcassonne, 6.-8.9.

Zuerst die schlechte Nachricht: die Fotos hochzuladen braucht leider viel zu lange, das klappt nicht einmal mit einer guten W-LAN Verbindung... dabei haben wir schon so schöne Postkarten-Motive mit wunderbarem, blauen Himmel! Aber da müsst ihr euch wohl noch etwas gedulden. Wir werden es auf jeden Fall immer wieder versuchen :-)

Die gute Nachricht: momentan ist das Internet stabil, sodass wir unsere bisherigen Einträge vervollständigen können :-D

Und nun zum Eigentlichen: Gestern Abend sind wir in Carcassonne angekommen und haben ein sehr nettes, kleines Hotel in der Nähe vom Bahnhof gefunden. Das ist gut, denn wir hatten schon genug, die Rucksäcke zu tragen... Na jedenfalls waren wir dann noch bei einem sehr netten Schnellimbiss Pizza essen, wo uns der Chef persönlich auf einen Becher Sangria eingeladen hat :-) Bei unserem Abendspaziergang danach, haben wir bereits die zu Recht Weltkulturerbe-gekrönte Altstadt mit Stadtmauer gesehen, die wunderschön beleuchtet war. Heute sind wir dann bei Tag hingegangen und haben uns die Stadt samt Kathedrale und Burg aus dem Mittelalter angeschaut. Obwohl dort (fast) nur Touristen waren, ist das Städchen liebens- und sehenswert! Zu den Touristen kann man noch sagen, dass sich manche wirklich furchtbar verhalten (uns davon ausgenommen) :-P

Alles in allem ist Carcassonne eine putzige Bilderbuchstadt, wie aus dem Mittelalter, die man in einem Tag gesehen hat, aber wenn wir länger bleiben würden, kann man viele Ausflüge ins Umland unternehmen!

Ankunft in Carcassonne bei Sonnenschein!
 
Altstadt mit Stadtmauer bei Nacht!
 
Vor dem Burggraben ;)




Bisherige Distanz: 1.767 km

Mittwoch, 5. September 2012

Avignon, 4.-6.9.

Hallo liebe Leser!
Mittlerweile sieht es mehr nach Sommerurlaub aus :-) Das Wetter ist traumhaft, wie auf den vielen Postkarten, die es hier gibt. Von Genf sind wir nach Lyon gefahren, haben dort geschlafen und dann gleich weiter nach Avignon.

Am ersten Tag sind wir durch die liebliche Stadt spaziert, heute haben wir uns den Palais du Pape (Papstpalast) und die Pont du Saint Benezet (die berühmte Brücke von Avignon, die nur noch zur Hälfte vorhanden ist) angeschaut! Der Papstpalast ist aus dem 15. Jh. und stammt noch aus der Zeit, als es neben dem Pabst in Rom noch einen zweiten eben in Avignon gab! Insgesamt lebten dort 7 Päpste, und jeder von ihnen hat den Palast erweitert oder einfach nur verbessert, sodass er mittlerweile eine enorme Größe erreicht hat. Außerdem ist er eines vieler Weltkulturerben der UNESCO!

Geschlafen haben wir in einem netten Hostel direkt am Fluss und mit Blick auf den Palast und die Altstadt! Obwohl sich unser Französisch jeden Tag merklich verbesert, haben die Einheimischen so ihre Probleme uns zu verstehen: in Lyon hat ein junger Informations-Angestellter seine Kollegin um Rat gefragt, als wir eine Map wollten. Bekommen haben wir einen Stadtplan, auf dem Map steht :-)

Abendessen, im Badezimmer gekocht ;)

Richi vorm Hotel Richelieu in Lyon!

Papstpalast in Avignon hinter der Stadtmauer!

französische Baguettes!
 
Vor der Brücke Saint Benezet!



Brücke bei Nacht!

Richi and me ;)

Palais du Pape

Vor der Brücke in Pont du Gard (mühsamer Ausflug)

Bisherige Distanzen: 1.527 km

Dienstag, 4. September 2012

Genf, 1.9.-4.9.

Von Luzern sind wir auf direktem Weg 3 Stunden nach Genf, oder wie der Einheimische sagt, Genéve, gefahren. Dort sprechen die Leute gleich nur noch französisch! Unsere Schulfreundin Angi und ihr Freund David, die soeben beim CERN ein Praktikum machen, haben uns vom Bahnhof  abgeholt. Weil gerade ein Straßenfest dort war, haben wir dort natürlich vorbei geschaut und sind dann erst später mit den Rollern zu ihnen nach Hause gefahren. Das war ganz schön anstrengend, weil es auch noch bergauf ging.

Am Sonntag war dann die Altstadt, die evangelische Kirhche Saint Pierre, wo schon Calvin zur Zeit der Reformation geprädigt hat, am Programm. Weil es am Sonntag richtig schön sonnig war, sind wir noch auf den Turm hinauf gestiegen, um die schöne Aussicht zu genießen. Danach haben wir die längste Parkbank der Schweiz gesehen und sind zum Botanischen Garten gefahren, wo es Zeit für ein Picknick war! Das (UNO-) Haus der Vereinten Nationen war nicht sehr aufregend anzusehen, deshalb sind wir gleich weiter zur Promenade und dann nach Hause.
Nach 2 Nächten auf Handtüchern im Zimmer von Angi und David freuen wir uns schon auf ein weiches Bett! :-) Aber bevor es soweit ist, steht noch ein langer, interessanter Besuch im CERN auf dem Programm, mit 2 Museen, einer Führung und einem Mittagessen in der Kantine!

Das Museum beim CERN sehen wir bereits beim ankommen!
 
Mit den Rollern zu Angi und David nach Hause!
  
Saint Pierre mit drei verschiedenen Türmen von außen...

...und von innen!

Der Genfer See von oben

Richi klettert auf ehemals verwendeter Bauteile am CERN-Gelände herum!

Richi und ich vor der Beschleunigungsröhre!
 Bisherige Distanz: 1.297 km

Montag, 3. September 2012

Luzern, 30.8.-1.9.

Unsere erste Nacht haben wir im Nachtzug von Wien nach Zürich verbracht! Noch am Abend haben wir uns mit 3 kanadischen Interrailern unterhalten und in der Früh gab es Frühstück im Bett, oder vielmehr im liegen :-)
Frisch und munter sind wir in Zürich angekommen, wo wir aber gleich ins ländliche kleinstädtchen Luzern weiter gefahren sind. Dort war das Wetter nicht so schön, es hat geregnet und war recht kühl. Aber das bringt uns nicht so schnell aus der Ruhe, sondern maximal ins Museum. Am Freitag waren wir nach einem Stadtspaziergang in der Sammlung Rosengart, wo wir v. a. Picasso und Paul Klee bewundert haben. Abends haben wir unsere Schweizer Freunde aus Amerika getroffen, Nadia und Livia, gemeinsam waren wir in einer edlen Bar, von wo wir über ganz Luzern sehen konnten!
Tags darauf sind wir aufgrund des Regenwetters in das riesige, aber dennoch teure Verkehrshaus gegangen. Es war ein tolles Museum über die Entstehung des Gotthardtunnel, über Züge, Autos, Straßenverkehr, Schiffe und Flugobjekte! Nach 4 Stunden sind wir zum Bhf. gefahren.

Frühstück im Bett!

Luzern bei Regen

Richi und Livia

Nadia und ich
 
Wie wär es als Straßenbauer? Der Pulli passt schon farblich dazu ;)
Bisherige Distanz: 1.147 km